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Blog #21: Nachhaltigkeit – heute und morgen

Lars Dörhage zum Thema „Nachhaltigkeit“ - Anforderungen und Herausforderungen.

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Von Lars Dörhage
Lesedauer: 4 Minuten

Es ist schon eine Weile her, dass aus meiner Feder ein Blogbeitrag veröffentlicht wurde, aber jetzt muss ich mich mit einem Thema zu Wort melden, das mir sehr am Herzen liegt.
Nachhaltigkeit, das Thema beschäftigt mich jeden Tag. Es ist so komplex und für Unternehmen in alle Bereiche eingreifend, dass es uns manchmal schwer fällt eine klare Gewichtung der einzelnen Aspekte vorzunehmen, um zielgerichtet die „richtigen“ Akzente zu setzen. Die beste Nachricht, die ich gern verkünde, lautet: Wir haben es geschafft und unseren zweiten Nachhaltigkeitsreport fertiggestellt.  Dieser Bericht hat mir vieles deutlich gemacht und es ist sicher nicht übertrieben, davon zu sprechen, dass sich neue Challenges ergeben haben und sich unsere To-Do-Liste erweitert hat. Meine Reflexionen dazu möchte ich in meinem heutigen Blogbeitrag gern mit Ihnen teilen.

Der Nachhaltigkeitsreport von Med-X-Press 2022
Unseren neuen Nachhaltigkeitsreport 2022 werden wir in der nächsten Woche veröffentlichen. Es ist der zweite, den wir freiwillig publizieren. Im Mittelpunkt stehen selbstredend unsere Daten aus den einzelnen Bereichen, valide Kennzahlen für unsere zukünftige Strategie. Mein Fazit: Wir haben schon viel erreicht, aber es gibt noch eine Menge zu tun. Ich möchte jetzt keine Inhalte wiedergeben, die können Sie in wenigen Tagen selbst lesen und bewerten. Vielmehr möchte ich auf die Schwierigkeiten und deren Lösungen aufmerksam machen.

Projektgruppe „Nachhaltigkeit“
Für die Umsetzung aller Anforderungen haben wir eine Projektgruppe gegründet. Das war ein wichtiger Schritt, um die Fäden in einer Hand zu halten. Das Ziel ist nach internationalen Standards alle Sektoren auf den Prüfstand zu stellen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und diese für alle transparent und nachvollziehbar umzusetzen. Bei der Datenerhebung fehlte uns bisher ein einheitliches Framework, sodass die Dokumentation sowohl personal- als auch zeitintensiv war. Da wir noch nicht berichtspflichtig sind, blieben unsere Trial- and- Error-Ergebnisse ohne spürbare Konsequenzen und eröffneten uns die Chance auf Optimierung unserer Prozesse, die wir nutzen können. Die Mehrzahl der erforderlichen Daten liegt zwar vor, ist aber nicht zentral abrufbar. Einige Kriterien wurden bisher überhaupt nicht erhoben, und in einigen Fällen fehlte auch ganz einfach das  Bewusstsein für die Relevanz von Kennzahlen zur Ermittlung des Ist-Zustands.

Nachhaltigkeit kostet
Und das habe ich auch gelernt: Med-X-Press muss für die weitere Vorgehensweise Geld in die Hand nehmen, um eine Infrastruktur zu schaffen, wir brauchen personelle Ressourcen und wir müssen ein Kommunikationssystem aufbauen, das alle im Betrieb informiert und mitnimmt auf die Reise. Das wird eine Daueraufgabe mit der Teilhabe aller im Unternehmen. Im Ausblick unseres neuen Reports 2022 heißt es: „Wir haben eine lange Reise fortgesetzt, die noch lange nicht zu Ende ist…“

Ein Jahr zuvor lautete die Formulierung für den Blick in die Zukunft: „Wichtig ist uns, dass beim Thema Nachhaltigkeit die Geschäftsführung zusammen mit den Mitarbeitenden an einem Strang zieht und wir gemeinsam für die Umwelt eine effiziente Balance zwischen Ökologie und Ökonomie erreichen.“ Daran arbeiten wir und jeder, der in einem Unternehmen Verantwortung trägt, weiß, wie schwierig es oft ist solche Prozesse in Gang zu setzen.

In diesem Zusammenhang komme ich noch auf zwei Aspekte eingehen, die mir unverzichtbar erscheinen:

Die Sensibilisierung für Nachhaltigkeitsthemen im Team durch das jeweilige Führungspersonal

und

Die Bedeutung sowie die Konsequenzen von Nachhaltigkeitsthemen für den Finanz- und Finanzierungsrahmen von Unternehmen

Den Aufbau eines Kommunikationssystems habe ich bereits angesprochen. Im bestenfalls konstruktiven Austausch mit der Belegschaft ist das gesamte Führungspersonal gefragt. Die Kommunikation zu den ESG-Kriterien muss flächendeckend im Unternehmen etabliert werden. Der informelle Austausch, die Information zu den gesetzlichen Anforderungen, aber auch die Entwicklung eigener Strategien in einer Art Ideenwerkstatt können zur Verankerung in der Firmenphilosophie beitragen und müssen langfristig zu einem umweltbewussten und ressourcenschonenden Handeln aller  führen. Und, - das ist auch meine Erfahrung - manchmal sind die kleinen Dinge, die jeder einzelne beisteuern kann, die effektivsten Maßnahmen. Es ist sicher unstrittig, dass das Megathema Nachhaltigkeit uns auf Jahre beschäftigten wird und selbst wenn wir im Handling eine gewisse Routine entwickeln, geht es letztlich um einen Learning Process in kleinen Schritten und jeder Step bietet die Chance zur Verbesserungen.

Und schließlich will ich mit schlagkräftigen Argumenten dazu auffordern, das Thema Nachhaltigkeit auf die Agenda eines jeden Unternehmens zu setzen. Dafür gibt es nämlich gute Gründe.

Es gibt ja durchaus nicht so ganz kleine Unternehmen, die vom Gesetzgeber nicht in die Berichtspflicht eingeschlossen sind. Aber gerade diesen Unternehmen möchte ich die Materie ans Herz legen. Vor einigen Tagen habe ich die Resultate einer Umfrage der Deutschen Bundesbank gelesen. Die repräsentative Befragung von 30 Banken und Sparkassen hat ergeben, dass die große Mehrheit der Institute ihre Kriterien für die Kreditvergabe verschärft haben. Es wird mehr Gewicht auf die Nachhaltigkeitsmerkmale gelegt, die mit anderen Faktoren gleichziehen und eine immer größere Bedeutung für die Finanzierung von Investitionen bekommen. Davon sind dann auch etwa der kleinere Malerbetrieb, der Schreiner oder der Getränkehandel um die Ecke betroffen.

Eine andere Meldung der letzten Tage passt dazu. Die Einhaltung von Umweltstandards soll stärker kontrolliert werden und Verstöße entsprechend sanktioniert werden. Ich denke, das betrifft die Gesamtheit von Wirtschaftsunternehmen, egal ob klein oder groß, unabhängig vom Umsatz und der Anzahl von Mitarbeitenden. Das Stichwort heißt „Greenwashing“. Die mittlerweile inflationäre Verwendung der Begriffe „klimaneutral“ oder „CO2-neutral“ sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Leere Worthülsen nützen der Umwelt nicht und können schwerwiegende Strafen nach sich ziehen. Deshalb kann ich nur an alle Mitstreiter in der Führung von Firmen appellieren: Machen Sie den Nachhaltigkeitskomplex zu ihrem Thema, kommunizieren Sie ihre Ziele und Maßnahmen intern und entwerfen Sie gemeinsam Strategien, denn schließlich haben wir nur diese eine Erde und eine Verantwortung für nachfolgende Generationen.

An einem Austausch von Informationen und Argumenten bin ich sehr interessiert.
Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit der Nachhaltigkeit um, wie sind Ihre Erfahrungen bei Entscheidungen und welches Feedback erhalten Sie von Mitarbeitenden?
Schreiben SIe mir gern:blog@med-x-press.de

 

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